Bosch KF mini-S - TypenübersichtAllgemeine GerätebeschreibungDie Bosch Geräteserie KF mini-S ist ein robustes Betriebsfunkgerät für das 4m-/2m-/70cm-Band. Dieses Gerät war für die damalige Zeit (80er Jahre) ein wahrer Alleskönner. Der Basisgeräteblock ("KF mini-S") konnte mit einem Handbedienteil für den Einkanal- und Mehrkanalbetrieb ausgerüstet werden, es gab verschiedene Bedienteile als Aufsatz für das Gerät selber und es gab abgesetzte Bedienteile für den Einsatz als Feststation. Es gab unzählige Möglichkeiten, von denen ich hier einige beschreiben möchte.
Sende-/EmpfangsgerätDer Geräteblock selber hat keine Bedienelemente. Das Gehäuse des Basisgerätes ist robust aus Metall ausgeführt. Nach der Abnahme des Übergehäuses aus Aluminium lassen sich Ober- und Unterseite recht einfach öffnen, die Metall-Abdeckungen sind nicht verschraubt.
Das Basisgerät gibt es in folgenden Typen:
Die Typenbezeichnung eines Geräte ist wie folgt aufgebaut:
Beispiele:
Den PLL-Oszillator gibt es in zwei Ausführungen: Eine 5-Kanal-Ausführung mit PROM/Diodenmatrix (S353) und eine 32-Kanal-Ausführung mit EEPROM (CDP18U42). Beide Bausteine sind bis auf evtl. Restbestände nicht mehr erhältlich. Einen Ersatz für das EEPROM gibt es hier. Ein Ersatz für das PROM ist mir nicht bekannt. Alternativ lässt sich ein Codierstecker mit max. zwei Kanälen über einen IC-Sockel mit Dioden (1N4148) herstellen. |
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KF mini-S mit Hbt1Das ist die einfachste Ausbauform dieser Geräteserie. Das
Gerät hat einen Funkkanal und ist in der Regel mit dem TGA-Selektivrufsystem
ausgerüstet. Der Geräteblock kann verdeckt im Fahrzeug verbaut werden. Bedient wird das
Gerät komplett über das Mikrofon. Über einen Drehregler wird das Gerät
eingeschaltet und die Lautstärke geregelt. Die grüne Taste löst eine fest codierte
ZVEI-Tonfolge aus und öffnet den Empfänger. Die gelbe Taste schaltet den Empfänger
wieder stumm. Der Empfänger öffnet automatisch bei Empfang einer ebenfalls fest
codierten ZVEI-Tonfolge, so dass der Funkverkehr hörbar ist. Über die seitliche rote
Taste wird umgeschaltet auf Sendebetrieb. Im Mikrofon verbaut ist auch ein Lautsprecher,
der eine gute Akustik aufweist, so dass ein externer Lautsprecher meist nicht benötigt
wird.
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KF mini-S mit Hbt1-100 oder Hbt5-100Eine erweitere Ausbauform ist das Handbedienteil Hbt1-100 oder Hbt5-100. Von der Funktionalität entspricht das Gerät der zuvor beschriebenen Ausbaustufe. Beim Hbt-1-100 kann die auszusendende ZVEI-Selektivrufadresse von 00-99 eingestellt werden. Es ist also möglich verschiedene Teilnehmer gezielt anzurufen. Beim Hbt5-100 kann zusätzlich dazu auch noch der Funkkanal über das Mikrofon eingestellt werden (1-5).
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KF mini-S mit BtmFür den Mobilbetrieb stehen weiterhin sieben verschiedene
Mobilteile zur Verfügung, wenn das Funkgerät beispielsweise im Radioschacht eingebaut
werden soll. Diese Bedienteile können auch abgesetzt montiert werden (z.B. Bedienteil im
Radioschacht, Sende-/Empfangsgerät im Fußraum).
Jedes Bedienteil verfügt über zwei Ruftontasten. Ruf I sendet den eingestellten Tonruf aus, Ruf II kann für einen Gruppenruf/Notruf codiert werden. Zu jedem Bedienteil gehört ein Handbedienteil ML-1, das neben Sprechtaste, Lautsprecher und Mikrofon auf über eine Ruftontaste für Ruf I verfügt.
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KF mini-S mit BtoDie Bedienteile Bto51/52/54 kommen beim
Betrieb des KF mini-S als Basisstation zum Einsatz. Dabei handelt sich dabei um ein
Pultgehäuse mit integriertem Schwanenhals-Mikrofon, Sprechtaste und Lautsprecher. Über
Rückwärtige Steckverbindungen wird die Verbindung zum Basisgerät hergestellt und sind
weitere Anschlussmöglichkeiten für Fußsendetaste, Klinge oder eine externe
Sprecheinrichtung vorhanden. Die Bedienteile werden über ein max. 100m langes 15-poliges
Kabel mit dem Basisgerät verbunden. Das Bto54 wird vorzugsweise in ortsfesten Zentralen mit größerem Funknetz eingesetzt. Das Bedienteil ist mikroprozessorgesteuert und benötigt kein Bedienteil Btm mehr. Es verfügt statt dessen über ein 8-stelliges LCD-Anzeigefeld für Kanalanzeige, empfangene und gesendet Rufkennung.
Abgesetzter Betrieb über ZweidrahtleitungIst es bei Feststationen geografisch oder bautechnisch ungünstig die Antenne in
unmittelbarer Nähe des Bedienteils zu positionieren, kann das Sende-/Empfangsgerät
abgesetzt über eine 2-Draht-Leitung betrieben werden. Dazu wird über einen
Fernbedienungsempfänger (FBE) und Fernbedienungsgeber (FBG) eine Gleich- oder
Wechselstrom-Fernbedienung hergestellt. Dies kann über eine Telekom-Leitung oder eine
hauseigene Leitung erfolgen.
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AntennenFür die oben genannte Geräteserie fanden vielfach Feststationsantennen von Kathrein Verwendung, die Betriebe mit Betriebsfunk kennzeichneten. Weitflächig verbreitet waren/sind die folgenden Antennen:
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